Was bedeutet „Die Freiheit, Frei zu sein“ heute? Und was bedeutet der Verlust von Freiheit für die Kunst? Hat die Freiheit in unserem Kulturkreis überhaupt noch eine Bedeutung?

Das die Mentalität der ersten Revolutionäre von einer instinktiven Abscheu vor dem völlig Neuen geprägt war ist bekannt. Während der Begriff „Revolution“ im Zuge des revolutionären Prozesses eine radikale Veränderung erfuhr, passierte mit dem Wort „Freiheit“ etwas ganz Ähnliches, viel Komplizierteres: Es wurde als Bürgerrecht bezeichnet. Sich an öffentlichen Angelegenheiten zu beteiligen beinhaltet diese Freiheit aber nicht. Freiheiten im Sinne des Bürgerrechts sind also nur das Ergebnis von Befreiung, aber sie sind keineswegs der Inhalt von Freiheit. Damit ist sie keinesfalls zwangsläufig das Ergebnis von Befreiung.

Haben die Synthesen der Zukunft im Bereich der Kunst und Wissenschaft noch die WidersprĂĽche zur Voraussetzung?

Wer heute widerspricht wird abgelehnt. Wer hinterfragt wird beruhigt. Wer genauer nachdenkt wird gemobbt. Kafka hatte recht: Die Expertenmacht bestimmt immer noch das BĂĽrgertum.

Aber; das EinheitsmaĂź anlegen bedeutet, den Inhalt umbringen. Und dass der Kunst das Selbstbewusstsein des Menschen zugesprochen wird kann man nicht nur nachlesen, denn wo sie einmal gewirkt hat, ist sie mit uns lebendig verbunden.

Allerdings wird die Ausdehnung in Raum und Zeit in MĂĽnchen den Marktkonzepten und Standort-Investoren geopfert. Es ist also noch lange keine Restauration in Sicht.

„Mein Thema heute ist, so fürchte ich, fast schon beschämend aktuell“ (H.Arendt)

Lang lebe die Pommesbude!

(Cutting: Frank Campoi)